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Games Workshop ist ein britischer Spielehersteller.

1975 wurde das Unternehmen von Ian Livingstone, Steve Jackson und John Peake in einem kleinen Appartement in London gegründet. Ursprünglich hat Games Workshop Brett- und Rollenspiele aus den USA importiert. Die Firma war der erste europäische Anbieter des ersten Pen-&-Paper-Rollenspiels Dungeons and Dragons. Die erste Laden-Filiale wurde 1978 eröffnet.

Die Geschäftsidee war, nicht nur einen weiteren gewöhnlichen Spiele-Shop zu betreiben, sondern einen Ort zu schaffen, an dem sich Spieler treffen und austauschen können. Spiel-Experten als Verkäufer sollten zudem für die richtige Hobby-Atmosphäre sorgen.

Schon nach kurzer Zeit reisten Fantasy-Freaks nicht nur aus Großbritannien, sondern aus ganz Europa an. Daher eröffnete Games Workshop weitere Filialien erst in Manchester, dann Birmingham, Nottingham und Sheffield (inzwischen in jeder großen Stadt Europas). Für einen weiteren Popularitätsanstieg der Fantasy-Spiele sorgte der Games Workshop mit der Organisation des „Games Day“, der von 5.000 Leuten besucht wurde. Die zunehmende Beliebtheit der Verwendung von Miniaturen für Rollenspiele sorgte für eine Spezialisierung des Games Workshop auf solche Figuren.

Gegenwärtiger Sitz der Firma ist Nottingham.

Ableger/Tochterfirmen und Spezialabteilungen Bearbeiten

Verbandelt mit dem Games Workshop Konzern gibt es auch Ableger-/Tochterfirmen oder besondere Abteilungen bei Games Workshop, die sich um spezielle Facetten der Produktpalette von Games Workshop kümmern.

Fanatic Games Bearbeiten

Die Specialist-Games-Abteilung von Games Workshop gestaltet und entwickelt Spezialsysteme wie Inquisitor, Battlefleet Gothic, Epic, Necromunda, Mortheim,The Battle Of The Five Armies, Warmaster und Blood Bowl, welche in der Regel nicht so verbreitet sind wie die Hauptsysteme.

Citadel Miniatures Bearbeiten

Diese Firma wurde aufgekauft, als Games Workshop sich auf die Produktion der Tabletop-Systeme spezialisierte. Heute produziert sie die wesentlichen Teile des Tabletop Hobbys - Die Figuren und Modelle, sowie diverse andere Materialien, zum Beispiel Modelliermasse, Werkzeuge oder Geländeteile / Streu. Zu fast jeder Citadel Miniatures - Miniatur erscheinen Regeln und umgekehrt.

Forge World Bearbeiten

Anders als bei Citadel Miniatures wird bei diesem Label, auch Tochterfirma von Games Workshop, Zusatzmaterial zu den Modellen der bestehenden Systeme ebenso angefertigt wie detailreiche Miniaturen und Großmodelle. Diese sind oft nur inoffizieller Natur, deshalb gibt es für sie häufig nur vorläufige Regeln.

Black Library Bearbeiten

Des Weiteren gibt es noch diverses Material in Buchform. Die "Black Library" ist eine Gesellschaft der britischen Firma BL PUBLISHING. Sie produziert alle Romane, Kunstbücher, Hintergrund-Bücher und vieles weitere mehr, rund um und im dunklen Universum von Warhammer Fantasy und Warhammer 40.000. BL Publishing ist ein Tochterunternehmen von Games Workshop.

Black Industries Bearbeiten

Als jüngstes Tochterunternehmen von GW ist Black Industries für die Herstellung und Entwicklung des Warhammer Fantasy Rollenspiels verantwortlich.

Produktpalette Bearbeiten

Games Workshop vertreibt nicht mehr hauptsächlich Rollenspiele (nur das hauseigene „Warhammer RPG“ wird noch verkauft), sondern Tabletop-Spiele und das dafür nötige Zubehör. Games Workshop vertreibt die Spielsysteme Warhammer Fantasy, Warhammer 40,000, Der Herr der Ringe und Ableger davon, sowie kleinere Systeme und alle dafür nötigen Zinn- und Plastikfiguren. Zudem sind Geländeteile, Farben, Pinsel, Klebstoff, Modelliermasse und alles sonstige rund ums Hobby Tabletop von Games Workshop erhältlich.

Hauptspielsysteme Bearbeiten

Das 1979 von der damals noch kleinen Spielefirma Games Workshop erfundene Tabletop-Spiel Warhammer Fantasy Battles (heute offiziell bekannt als Warhammer oder zur Unterscheidung Warhammer Fantasy) ist der Grundstein des Erfolges von Games Workshop. 1987 erschien das Tabletop-Spiel „Warhammer 40.000: Rogue Trader“, diesmal in einer futuristischen Welt angesiedelt, welches in späteren Editionen nur noch als Warhammer 40.000 bekannt war. Beide Spiele wurden (und werden noch heute) stetig weiterentwickelt und die Änderungen entweder durch das firmeneigene Hobbymagazin White Dwarf, durch sogenannte Armeebücher (Warhammer Fantasy Battles), durch Codices (Warhammer 40.000) oder durch komplett neu publizierte Editionen der beiden Spiele veröffentlicht.

Seit einigen Jahren gehören die Lizenzen für Tabletop-Spiele rund um Mittelerde ebenfalls Games Workshop. Momentan versucht man "Der Herr der Ringe" als drittes Standbein der Firma aufzubauen. Mit Great Battles of Middle Earth: Battle of Five Armies erschien sogar schon ein passendes Nebenspiel.

Nebenspielsysteme Bearbeiten

Zahlreiche alternative Spiele wurden von Games Workshop auf den Markt gebracht, deren Erfolg jedoch nie an die beiden Hauptspielsysteme aus der Warhammerwelt heranreichten oder den Hype des „Herr der Ringe“-Spiels übertreffen konnten. Viele der älteren Nebenspiele wurden oder werden noch überarbeitet und unter dem Label Fanatic Games neu publiziert.

Die meisten der hier aufgezählten Spielsysteme spielen sich in dem bekannten Warhammer-Universum ab.

Tabletop-Spiele Bearbeiten

  • Great Battles of Middleearth
  • Inquisitor
  • Mortheim
  • Gorkamorka
  • Necromunda
  • Adeptus Titanicus + Zusatzbuch Codex Titanicus - der Vorgänger von
  • Space Marine 1st Edition - der Vorgänger von
  • Space Marine 2nd Ed. + Erweiterungen: Armies Of The Imperium, Renegardes, Warlords, Hive War - der Vorgänger von
  • Titan Legions - der Vorgänger von
  • Epic 40,000 - der Vorgänger von
  • Epic Armageddon
  • Warmaster
  • Raumflotte Gothic
  • Man O'War
  • Mighty Empires

Brettspiele Bearbeiten

  • Blood Bowl
  • Dungeon Bowl
  • Tyranid Attack
  • Space Hulk
  • Warhammer Quest
  • Space Crusade
  • Armageddon
  • Horus Heresy
  • Talisman

Kartenspiele Bearbeiten

(Vertrieben von Sabertooth Games)

Pen-&-Paper-Rollenspiele Bearbeiten

Bevor Games Workshop mit den Tabletops ihren großartigen Erfolg verbuchen konnten, hielten sie die europäische Lizenz für Dungeons and Dragons inne. Unter der Leitung von Games Workshop erblühte dieses System in Europa erst richtig.

Videospiele Bearbeiten

  • Space Hulk
  • Space Hulk: Vengeance of the Blood Angels
  • Final Liberation
  • Chaos Gate
  • Rites of War
  • Fire Warrior
  • Dawn of War und seine Erweiterungen: Winter Assault und Dark Crusade
  • Dark Omen
  • Shadow of the Horned Rat
  • Mark of Chaos
  • Warhammer Online

Literatur Bearbeiten

Neben den schon oben erwähnten Spielmaterialien existiert ein monatliches Magazin namens „White Dwarf“. Weiterhin existieren etliche Romane aus der Warhammer-Welt. Diese sind in englischer Sprache unter dem Label Black Library und sind teilweise in deutscher Sprache von Heyne oder Piper erhältlich. Black Library produzierte auch das bis 2004 regelmäßig erscheinende, englischsprachige Comic-Magazin Warhammer Monthly. Das englischsprachige „Inferno“-Magazin dagegen enthielt hauptsächlich Kurzgeschichten.

Sonstiges Bearbeiten

Viele der kleineren Nebenspiele haben den deutschen Markt nie erreicht und sind auch sonst nur noch sehr schwer zu bekommen. Gerade im Bereich der Videospiele kam es auch schon mehrmals vor, dass ein Spiel zwar angekündigt wurde, aber dann nie veröffentlicht wurde (Vaporware). Dies betrifft z. B.:

  • Warhammer Online (die Arbeit an diesem Spiel wurde wieder aufgenommen)
  • Gorkamorka
  • Agents of Death
  • Hive Fleet
  • Aspect Warriors

Außerdem steuerte Games Workshop, Figuren und Ideen zu folgenden Spielen bei:

  • Hero Quest, erschienen bei MB Spiele
  • Star Quest, erschienen bei MB Spiele
  • Claymore Saga, (Original "Battlemasters"), erschienen bei MB Spiele

Neben Spielen, Büchern und Hobbyprodukten werden von Games Workshop auch verschiedenste Fanartikel (Poster, Büsten, Anstecker...) produziert, deren Wert zum Teil durch Limitierung gesteigert wird.

Weblinks Bearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Games_Workshop“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 28. Mai 2007 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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